Abschlagsrechner: Nachzahlung oder Guthaben berechnen

Berechne aus Verbrauch, Arbeits- und Grundpreis sowie gezahlten Abschlägen Nachzahlung, Guthaben und den passenden künftigen Abschlag.

Erwarteter oder abgerechneter Jahresverbrauch; im Modus Zählerstände wird dieses Feld ignoriert.
Alter Zählerstand; nur im Modus Zählerstände relevant.
Neuer Zählerstand; nur im Modus Zählerstände relevant.
Anzahl der Tage auf deiner Abrechnung. Wichtig bei Umzug, Anbieterwechsel oder abweichendem Abrechnungszeitraum.
Rechenannahme: Vorbelegt mit 0,37 €/kWh als Haushaltsstrom-Durchschnitt (BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026). Trag deinen eigenen Arbeitspreis laut Rechnung ein.
Fixer Preisanteil laut Rechnung oder Tarif; wird anteilig auf den Zeitraum gerechnet.
Tatsächlich gezahlte Abschlagssumme im Abrechnungszeitraum. Nimm den Betrag aus deiner Abrechnung, nicht nur den aktuellen Monatsabschlag.
Nachzahlung (+) / Guthaben (-)54,00 €Positive Werte bedeuten Nachzahlung, negative Werte Guthaben.
Rechnerisch passender Monatsabschlag104,50 €Annualisierte Kosten geteilt durch 12; keine rechtliche oder vertragliche Empfehlung. Im Modus "Zwei Preisabschnitte" wird der Preis aus Abschnitt 2 fortgeschrieben.
Kosten im Abrechnungszeitraum1.254,00 €
Geleistete Abschläge laut Eingabe1.200,00 €
Annualisierte Jahreskosten1.254,00 €
Annualisierter Verbrauch3.000
  • Positive Differenz bedeutet rechnerische Nachzahlung, negative Differenz rechnerisches Guthaben.
  • Der künftige Monatsabschlag ist ein Rechenwert aus deinen Eingaben, keine rechtliche oder vertragliche Empfehlung.
  • Innerhalb jedes Preisabschnitts nimmt der Rechner einen konstanten Arbeitspreis und einen durchgehenden Liefervertrag an. Ändert sich Preis oder Anbieter im Zeitraum, bildest du das über die Preisstruktur "Zwei Preisabschnitte" ab - mit maximal zwei Abschnitten je Berechnung.

So funktioniert der Abschlagsrechner

Der Abschlagsrechner vergleicht die rechnerischen Kosten deines Abrechnungszeitraums mit den tatsächlich gezahlten Abschlägen laut Rechnung. Daraus entsteht eine Differenz: Ein positiver Wert bedeutet rechnerische Nachzahlung, ein negativer Wert rechnerisches Guthaben.

Zusätzlich berechnet der Rechner einen künftigen Monatsabschlag aus den annualisierten Kosten. Dieser Wert ist eine Rechengröße aus deinen Eingaben, keine rechtliche oder vertragliche Empfehlung.

Eingaben und was sie bedeuten

Du kannst den Verbrauch auf zwei Arten eingeben: als direkten Jahresverbrauch oder über zwei Zählerstände. Im Zählerstandsmodus zählt die Differenz zwischen Anfangs- und Endstand; im Jahresverbrauchsmodus wird der angegebene Jahreswert auf den Abrechnungszeitraum umgerechnet. Miss dein Gaszähler in Kubikmetern statt in Kilowattstunden, rechnest du den Wert zuerst mit dem Gasverbrauch-Rechner um, bevor du ihn hier einträgst.

Der Arbeitspreis ist der Preis pro verbrauchter Kilowattstunde. Der Grundpreis ist der feste Preisanteil pro Jahr; der Rechner rechnet ihn anteilig auf die eingegebenen Tage um. Die geleisteten Abschläge gibst du als Summe ein, wie sie auf deiner Jahres- oder Schlussrechnung steht. Was eine solche Abschlagszahlung von der Schlussrechnung unterscheidet, erklärt der Glossareintrag.

Der Abrechnungszeitraum ist ein eigenes Feld, weil Rechnungen nicht immer genau 365 Tage abdecken. Das ist besonders wichtig bei Umzug, unterjährigem Tarifwechsel oder einer verkürzten ersten Abrechnung.

Weist deine Rechnung zwei Preise für zwei Zeiträume aus, stellst du die Preisstruktur auf “Zwei Preisabschnitte” um: Zwei vollständige Eingabegruppen mit je eigenem Arbeits- und Grundpreis erscheinen. Zuerst wählst du die Aufteilungsmethode: Ein Zählerstand zum Stichtag teilt den Verbrauch exakt auf, “Zeitanteilig schätzen” verteilt ihn gleichmäßig über die Tage der beiden Abschnitte. Erst danach trägst du Preise und Tage je Abschnitt ein.

Die Formel

Der Rechner nutzt die Abrechnungslogik:

Kosten im Zeitraum = Verbrauch im Zeitraum × Arbeitspreis + anteiliger Grundpreis

Differenz = Kosten im Zeitraum - geleistete Abschläge laut Eingabe

Bei zwei Preisabschnitten wendet der Rechner dieselbe Formel je Abschnitt an und addiert die Teilbeträge zu den Kosten im Zeitraum - keine neue Formel, nur zweimal dieselbe Rechnung mit je eigenem Preis und Grundpreis.

Für den künftigen Monatsabschlag annualisiert der Rechner den Verbrauch bzw. die Kosten und teilt die annualisierten Jahreskosten durch 12. Für die Kosten einzelner Geräte ohne Grundpreis ist der Stromkostenrechner die passendere Seite; die Hintergründe dazu stehen im Ratgeber Stromkosten berechnen.

Beispielrechnung

Dieses Beispiel nutzt frei gewählte Rechenwerte, keine Tarifprognose: 3.500 kWh Jahresverbrauch, 365 Tage Abrechnungszeitraum, 0,37 Euro je kWh, 144 Euro Grundpreis pro Jahr und 1.200 Euro geleistete Abschläge laut Rechnung. Die Strompreis-Vorbelegung entspricht 37,0 ct/kWh aus der BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026; für deine Abrechnung zählt der Preis auf deiner Rechnung.

Die Kosten im Zeitraum betragen dann 3.500 × 0,37 + 144 = 1.439 Euro. Die Differenz ist 1.439 - 1.200 = 239 Euro, also eine rechnerische Nachzahlung. Der rechnerisch passende Monatsabschlag aus denselben Eingaben liegt bei rund 119,92 Euro.

Grenzen der Rechnung

Innerhalb jedes Preisabschnitts nimmt der Rechner einen konstanten Arbeitspreis und Grundpreis an. Bei einem Preiswechsel im Zeitraum bildest du das über die Preisstruktur “Zwei Preisabschnitte” ab; wie der Verbrauch dabei auf beide Abschnitte aufgeteilt wird - exakt per Zählerstand oder näherungsweise zeitanteilig -, erklärt die FAQ Wie wird mein Verbrauch auf zwei Preiszeiträume aufgeteilt?. Die zeitanteilige Schätzung ist eine Näherung, die bei Gas und Wärme im Winterhalbjahr abweichen kann.

Zwei vollständige Abschnitte mit eigenem Grundpreis decken auch einen unterjährigen Anbieterwechsel ab, wenn du für jeden Abschnitt die Daten des jeweiligen Vertrags einträgst. Mehr als zwei Preisstufen bildet der Rechner nicht ab; bei drei oder mehr Preisänderungen rechnest du abschnittsweise nach.

Geschätzte Zählerstände bleiben unscharf: Die Formel rechnet sauber, aber das Ergebnis ist nur so belastbar wie die Eingabe. Bei kurzen Zeiträumen kann der annualisierte Verbrauch zudem stark schwanken, etwa wenn Heizung, Ferien oder saisonale Nutzung den Zeitraum prägen.

Was dieser Rechner nicht beantwortet

Ob eine Abschlagsanpassung zulässig ist, welche Widerspruchsfristen gelten oder welche Ansprüche du gegen deinen Versorger hast, ist nicht Gegenstand dieser Seite. Der Rechner prüft nur die rechnerische Plausibilität aus Verbrauch, Preisen, Zeitraum und gezahlten Abschlägen.

Weiterführend

Wenn du die Ursache einer Differenz einordnen willst, helfen die FAQ Warum bekomme ich eine Nachzahlung? und Wie hoch sollte mein Abschlag sein?. Bei einer Preisänderung innerhalb der Abrechnung startest du am besten mit der FAQ Wie prüfe ich meine Abrechnung bei einer Preisanpassung?. Zur Plausibilität deines Jahresverbrauchs passt die Tabelle Stromverbrauch nach Haushaltsgröße. Wenn du nicht eine Abrechnung prüfen, sondern zwei Tarifmodelle mit Grundpreis und Arbeitspreis vergleichen willst, passt der Stromtarif-Vergleich. Beim Umzug hilft die Checkliste Strom und Gas ummelden.

Quellen

  • Reine Kosten- und Energiebilanz

    EnergyToolsAnnahmeKosten = Verbrauch × Arbeitspreis + anteiliger Grundpreis; Differenz = Kosten minus geleistete Abschläge. Alle Größen sind Eingaben von der eigenen Abrechnung — es gibt hier keine Konstante, die zu belegen wäre.Abruf: 29.08.2026

  • Strompreis-Vorbelegung

    EnergyToolsAnnahmeDer vorbelegte Arbeitspreis stammt aus der gemeinsamen Annahmedatei des Portfolios (packages/config, BDEW-Strompreisanalyse) und ist ein bundesweiter Haushaltsdurchschnitt. Für die eigene Rechnung zählt der Preis auf der eigenen Abrechnung — deshalb ist das Feld editierbar.Abruf: 29.08.2026

Häufige Fragen

Warum bekomme ich eine Nachzahlung?

Eine Nachzahlung entsteht, wenn die abgerechneten Kosten höher sind als die bereits gezahlten Abschläge. Meist liegt es an einer von vier Ursachen.

1. Höherer Verbrauch

Wenn der Verbrauch gegenüber der letzten Abrechnung gestiegen ist, reicht der alte Abschlag oft nicht mehr. Das kann durch mehr Personen im Haushalt, neue Geräte, längere Nutzungszeiten oder einen geschätzten statt abgelesenen Zählerstand auffallen.

2. Gestiegener Arbeitspreis

Auch bei gleichem Verbrauch kann eine Nachzahlung entstehen, wenn der Arbeitspreis im Abrechnungszeitraum höher war als vorher angenommen. Dann kostet jede verbrauchte Kilowattstunde mehr. Ändert sich der Arbeitspreis nicht nur zum neuen Jahr, sondern mitten im Abrechnungszeitraum, zeigt die FAQ Wie prüfe ich meine Abrechnung bei einer Preisanpassung?, welche zwei Datensätze du für die Prüfung brauchst.

3. Zu niedrig angesetzter Abschlag

Der monatliche Abschlag ist nur eine Vorauszahlung. War er zu niedrig angesetzt, sammelt sich die Differenz bis zur Jahres- oder Schlussabrechnung an.

4. Längerer Abrechnungszeitraum

Ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten kann die Summe erhöhen, auch wenn der monatliche Verbrauch unauffällig ist. Das passiert zum Beispiel nach einem Umzug, Anbieterwechsel oder einer verschobenen Ablesung.

Für die konkrete Prüfung deiner Zahlen nutzt du den Abschlagsrechner. Ob eine Nachzahlung frist- oder formgerecht ist oder wie sie zu bezahlen ist, ist nicht Gegenstand dieser Seite.

Wie hoch sollte mein Abschlag sein?

Es gibt keine pauschal richtige Abschlagshöhe; passend ist ein Abschlag, der zu deinem erwarteten Jahresverbrauch und deinen aktuellen Preisbestandteilen passt. Ein zu niedriger Abschlag senkt die monatliche Belastung nur scheinbar, weil die Differenz später als Nachzahlung auftauchen kann. Ein sehr hoher Abschlag vermeidet zwar eher Nachzahlungen, bindet aber Geld, das bis zur Abrechnung beim Versorger liegt.

Diese FAQ ist keine Empfehlung für eine bestimmte Abschlagshöhe. Für die konkrete Zahl brauchst du deine Jahresverbrauchs- und Preisdaten im Abschlagsrechner. Wenn du erst klären willst, was eine Abschlagszahlung ist, hilft der Glossareintrag.

Wie prüfe ich meine Abrechnung bei einer Preisanpassung?

Eine Preisänderung innerhalb des Abrechnungszeitraums erkennst du daran, dass die Rechnung zwei Preise und zwei Zeiträume ausweist statt eines einzigen Preises für die ganze Periode, meist getrennt durch einen Stichtag, ab dem sich Arbeits- oder Grundpreis ändern.

Um das zu prüfen, brauchst du zwei Datensätze: Zeitraum und Preis je Abschnitt (Arbeitspreis, Grundpreis), dazu wenn möglich einen Zählerstand zum Stichtag. Ein einzelner Preis für den gesamten Zeitraum würde die Differenz zwischen beiden Abschnitten falsch verteilen - deshalb reicht der einfache Modus hier nicht.

Wie der Verbrauch dabei rechnerisch auf die beiden Preiszeiträume aufgeteilt wird, erklärt die FAQ Wie wird mein Verbrauch auf zwei Preiszeiträume aufgeteilt?. Mit deinen eigenen Zahlen rechnest du im entsprechenden Modus des Abschlagsrechners; fällt das Ergebnis höher aus als erwartet, hilft die FAQ Warum bekomme ich eine Nachzahlung? bei der Einordnung.

Ob die Preisanpassung wirksam angekündigt wurde, Fristen eingehalten sind oder ein Sonderkündigungsrecht besteht, ist nicht Gegenstand dieser Seite.

Wie wird mein Verbrauch auf zwei Preiszeiträume aufgeteilt?

Der genaueste Weg ist ein abgelesener Zählerstand zum Stichtag des Preiswechsels: Er zeigt, wie viel vor und wie viel nach der Änderung tatsächlich verbraucht wurde, statt es zu schätzen. Steht dieser Wert zur Verfügung, ist er im Abschlagsrechner immer die bevorzugte Wahl.

Fehlt ein Zählerstand zum Stichtag, bleibt nur die zeitanteilige Aufteilung: Der Jahresverbrauch wird nach der Anzahl der Tage auf beide Zeiträume verteilt. Das ist eine Näherung, kein Ergebnis - sie unterstellt einen gleichmäßigen Verbrauch übers Jahr, was in den wenigsten Haushalten zutrifft.

Bei Gas und Fernwärme liegt diese Näherung im Winterhalbjahr systematisch daneben. Versorger teilen hier meist temperatur- oder gradtagszahlgewichtet auf, weil der Heizbedarf den Verbrauch dominiert - der tatsächliche Verbrauch schwankt saisonal aber viel stärker, als eine reine Tage-Verteilung unterstellt. Ein Preiswechsel mitten in der Heizperiode trifft dadurch einen ganz anderen Verbrauchsanteil als einer im Frühsommer.

Bei Strom fällt diese Verzerrung meist kleiner aus, ist aber nicht null: Klimaanlage, Heizlüfter oder saisonal genutzte Geräte verschieben den Verbrauch ebenfalls über das Jahr. “Bei Strom unproblematisch” wäre daher zu pauschal - auch hier bleibt die zeitanteilige Aufteilung eine Näherung, nur mit meist geringerer Abweichung als bei Gas oder Wärme.

Wo ein Zählerstand zum Stichtag vorliegt, lohnt sich also der Griff dazu statt zur Schätzung - besonders bei Gas und Wärme im Winterhalbjahr.