Gasverbrauch-Rechner: m³ in kWh umrechnen
Rechne deinen Gasverbrauch von Kubikmetern – direkt oder aus zwei Zählerständen – mit Brennwert und Zustandszahl nach DVGW G 685 in Kilowattstunden um.
So funktioniert der Gasverbrauch-Rechner
Du gibst deinen Gasverbrauch entweder direkt in Kubikmetern ein oder lässt ihn aus zwei Zählerständen berechnen: Trage den alten und den neuen Stand ein, der Rechner bildet die Differenz selbst. Über das Feld “Gasverbrauch eingeben als” schaltest du zwischen beiden Modi um – die jeweils passenden Eingabefelder blenden sich automatisch ein oder aus.
Die Formel
Der Rechner rechnet nach DVGW-Arbeitsblatt G 685, dem für die thermische Gasabrechnung maßgeblichen Regelwerk:
Energie (kWh) = Verbrauch (m³) × Zustandszahl × Brennwert
Die Zustandszahl korrigiert den am Zähler gemessenen Betriebszustand – Druck, Temperatur, Höhenlage – auf einen einheitlichen Bezugswert; der Brennwert gibt an, wie viel Energie ein Kubikmeter Gas beim Verbrennen liefert. Erst das Produkt aus beiden Faktoren und dem gemessenen Volumen ergibt die kWh-Zahl, die auch auf deiner Abrechnung steht.
Brennwert und Zustandszahl auf der eigenen Abrechnung finden
Beide Werte trägst du aus deiner eigenen Gasabrechnung oder einer Information deines Netzbetreibers ein – sie stehen dort meist im Abschnitt zur Verbrauchsermittlung. Als grobe Orientierung: Der Brennwert liegt je nach Gasqualität und Netzgebiet ungefähr zwischen 8,0 und 12,5 kWh/m³, die Zustandszahl meist zwischen 0,9 und 1,0 (Stand 2026-08-05). Eine Tabelle mit festen Werten je Netzbetreiber gibt es hier bewusst nicht, weil sich beide Größen von Abrechnungsperiode zu Abrechnungsperiode ändern können. Maßgeblich sind die Werte deiner eigenen Gasabrechnung.
Mehr zu den beiden Faktoren erklären die Glossareinträge Brennwert und Zustandszahl.
Die Faustregel „× 10,3” im Vergleich
Verbreitet ist die Faustregel, den Kubikmeter-Verbrauch einfach mit 10,3 zu multiplizieren. Der Rechner zeigt diesen Wert zusätzlich an – nicht als Ergebnis, sondern zum Vergleich mit der exakten Rechnung. Wie weit die Faustregel daneben liegt, hängt vom tatsächlichen Brennwert ab: Bei einem niedrigeren Brennwert unterschätzt sie den echten Verbrauch, bei einem höheren überschätzt sie ihn – die Abweichung kann in beide Richtungen mehrere Prozent betragen.
Beispielrechnung
Ein frei gewähltes Rechenbeispiel, keine Markt- oder Durchschnittsangabe: Bei 1.200 m³ direktem Verbrauch, einem Brennwert von 10,5 kWh/m³ und einer Zustandszahl von 0,95 ergibt sich 1.200 × 0,95 × 10,5 = 11.970 kWh. Die Faustregel käme auf 1.200 × 10,3 = 12.360 kWh – rund 3,3 % mehr als die exakte Rechnung. Trägst du zusätzlich einen Arbeitspreis ein, zeigt der Rechner daraus eine überschlägige Kostenschätzung; ohne Eingabe bleibt dieser Wert ausgeblendet.
Weiterrechnen
Die berechnete kWh-Zahl übernimmst du direkt weiter: Für eine grobe Kostenschätzung aus Wohnfläche und Heizwärmebedarf eignet sich der Heizkostenrechner, für die Prüfung von Nachzahlung oder Guthaben aus einer laufenden Abrechnung der Abschlagsrechner.
Wenn du Gas mit Scheitholz, Pellets, Briketts, Wärmepumpe oder Direktstrom vergleichen willst, ist der Arbeitspreis je kWh nur der Startwert. Der Wärmepreis-Vergleich von HolzTools normiert die Eingaben auf Cent je Kilowattstunde Nutzwärme und berücksichtigt beim Gas den Nutzungsgrad auf Brennwertbasis.
Grenzen der Rechnung
Dieser Rechner leistet ausschließlich die Einheitenumrechnung von Kubikmetern in Kilowattstunden – er schätzt keine Tarife, empfiehlt keinen Anbieter und prüft keine Abrechnung. Der Arbeitspreis ist ein rein optionales Eingabefeld für eine zusätzliche Kostenanzeige, kein Preisvorschlag dieser Seite. Für Flüssiggas (LPG, Tank oder Flasche) gilt die Formel nicht, weil dort andere Abrechnungsgrößen üblich sind.
Weiterführend
Warum Zähler und Rechnung überhaupt unterschiedliche Einheiten zeigen, beantwortet die FAQ Warum steht auf der Gasrechnung kWh, aber am Zähler m³?. Wie du deinen Zähler dafür richtig abliest, zeigt der Ratgeber Gaszähler ablesen und Verbrauch umrechnen. Die beiden Formelfaktoren im Detail erklären die Glossareinträge Brennwert und Zustandszahl.
Quellen
DVGW-Arbeitsblatt G 685 — Gasabrechnung
Häufige Fragen
Warum steht auf der Gasrechnung kWh, aber am Zähler m³?
Dein Gaszähler misst das durchgeströmte Gasvolumen in Kubikmetern (m³). Die Gasrechnung weist dagegen die gelieferte Energiemenge in Kilowattstunden (kWh) aus, weil nur die Energiemenge abrechenbar ist und sich mit Strom oder Öl vergleichen lässt. Zwischen beiden Größen vermitteln zwei Faktoren: der Brennwert – wie viel Energie in einem Kubikmeter Gas steckt – und die Zustandszahl, die den am Zähler gemessenen Verbrauch auf einen einheitlichen Bezugszustand umrechnet.
Die Umrechnung folgt einer festen Formel nach DVGW-Arbeitsblatt G 685:
kWh = m³ × Zustandszahl × Brennwert
Brennwert und Zustandszahl unterscheiden sich je nach Gasnetz und Abrechnungsperiode – es gibt keinen bundesweit einheitlichen Wert. Maßgeblich sind ausschließlich die Werte auf deiner eigenen Gasabrechnung, nicht ein allgemeiner Richtwert aus dem Internet.
Zum Nachrechnen mit den Werten deiner eigenen Abrechnung nutzt du den Gasverbrauch-Rechner. Wie du dafür zuerst deinen Zählerstand richtig abliest und die Verbrauchsdifferenz bildest, zeigt Schritt für Schritt der Ratgeber Gaszähler ablesen und Verbrauch umrechnen.
Was dich die einzelne Kilowattstunde Gas am Ende kostet, ist eine eigene Frage – die beantwortet die FAQ Was kostet eine Kilowattstunde Gas?.
Was kostet eine Kilowattstunde Gas?
Laut BDEW-Gaspreisanalyse lag Haushaltsgas im August 2026 bei 11,93 ct/kWh im Einfamilienhaus und 11,17 ct/kWh im Mehrfamilienhaus. Eine grobe Orientierung von 0,10 bis 0,14 €/kWh passt damit als Spanne, ersetzt aber nicht deinen eigenen Tarif.08.2026. Für die Heizkosten deiner Wohnung nutzt du den Heizkostenrechner. Dein Gaszähler zeigt den Verbrauch allerdings in Kubikmetern (m³) statt in Kilowattstunden an - wie du diesen Wert umrechnest, erklären die FAQ Warum steht auf der Gasrechnung kWh, aber am Zähler m³? und der Gasverbrauch-Rechner.