Restfeuchte nach Schleudereffizienzklasse (A–G)
Tabelle: Klassengrenzen der Restfeuchte D nach Verordnung (EU) 2019/2014 – Schleudereffizienzklasse A bis G mit Beispiel-Wassermenge.
Diese Tabelle zeigt, wie viel Restfeuchte nach dem Schleudern in der Wäsche bleibt – abgelesen an der Schleudereffizienzklasse auf dem Waschmaschinenlabel, nicht an der Drehzahl. Sie ersetzt keine Energieeffizienzklasse und keine Trocknerstromrechnung: Wie viel Strom der Trockner für eine bestimmte Restfeuchte tatsächlich braucht, hängt zusätzlich von der Gerätetechnik ab und wird hier bewusst nicht beziffert (siehe „Einordnung und Grenzen” unten).
Methodik
Die Schleudereffizienzklasse ist in Verordnung (EU) 2019/2014 zum Energielabel für Haushaltswaschmaschinen festgelegt und bewertet die Restfeuchte D: den Prozentanteil des nach dem Schleudern noch in der Wäsche enthaltenen Wassers. Gemessen wird nicht in einem einzelnen Durchgang, sondern als gewichteter Wert aus dem Programm „eco 40-60” bei voller, halber und viertel Nennkapazität. Je niedriger D, desto besser die Klasse.
Umgangssprachlich heißt die Skala oft „Schleuderwirkungsklasse”. Die Verordnung selbst spricht durchgehend von der Schleudereffizienzklasse; gemeint ist dasselbe.
Die folgende Tabelle rechnet die Klassengrenzen zusätzlich in eine konkrete Wassermenge um – für eine Beispielbeladung von 5 kg Trockenmasse (reine Prozentsatz-Umrechnung, keine Herstellerangabe für ein bestimmtes Gerät).
Tabelle: Restfeuchtegehalt D nach Schleudereffizienzklasse
| Klasse | Restfeuchtegehalt D | Wassermenge bei 5 kg Trockenmasse |
|---|---|---|
| A | unter 45 % | bis 2,25 kg |
| B | 45–54 % | 2,25–2,70 kg |
| C | 54–63 % | 2,70–3,15 kg |
| D | 63–72 % | 3,15–3,60 kg |
| E | 72–81 % | 3,60–4,05 kg |
| F | 81–90 % | 4,05–4,50 kg |
| G | ≥ 90 % | ab 4,50 kg |
Die Wassermenge ist eine reine Rechengröße für die genannte Beispielbeladung: Bei anderen Beladungsmengen verschiebt sie sich proportional, die Prozentwerte der Klassen selbst bleiben gleich.
Einordnung und Grenzen
Die Schleudereffizienzklasse sagt nichts über die tatsächliche Trocknerstrom-Ersparnis aus. Wie viel Energie der Trockner für eine bestimmte Wassermenge tatsächlich braucht, hängt zusätzlich von der Gerätetechnik ab – ein Wärmepumpentrockner verdampft dieselbe Wassermenge mit deutlich weniger Strom als ein Kondens- oder Abluftgerät. Ein belastbarer, technikübergreifend gültiger Kennwert für den Stromverbrauch je Kilogramm verdampftem Wasser lässt sich mit den verfügbaren Quellen nicht beziffern; die Umrechnung in Kilowattstunden bleibt deshalb hier bewusst aus.
Für die eigene Kostenrechnung auf Basis des tatsächlichen Gerätewerts nutzt du den Trockner-Rechner – er rechnet mit dem Verbrauch je Trocknung, den dein konkretes Gerät laut Typenschild oder Energielabel angibt. Was Schleudereffizienzklasse und Energieeffizienzklasse unterscheidet, erklärt der Ratgeber Energielabel richtig lesen.