Standby-Verbrauchsrechner

Berechne, wie viel dich der Standby-Verbrauch deiner Geräte pro Jahr kostet – und wie viel du durch Abschalten sparst.

Seit 09.05.2025 begrenzt die EU-Ökodesign-Verordnung 2023/826 den Bereitschaftszustand auf 0,5 W (0,8 W mit Anzeige) und den vernetzten Bereitschaftsbetrieb auf 2 W. Vorbelegt ist 1 W als Mischwert. Genau wird es nur mit einem Strommessgerät.
Rechenannahme: Vorbelegt mit 0,37 €/kWh als Haushaltsstrom-Durchschnitt (BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026). Trag deinen eigenen Arbeitspreis laut Stromrechnung ein.
Standby-Kosten pro Jahr16,21 €
Standby-Kosten pro Monat1,35 €
Verbrauch pro Jahr43,8 kWh
  • Eine schaltbare Steckdosenleiste trennt mehrere Geräte auf einmal komplett vom Netz.
  • Der eingegebene Wert entscheidet über das Ergebnis. Ein Strommessgerät für die Steckdose kostet wenig und ersetzt jede Schätzung.

So funktioniert der Standby-Rechner

Viele Geräte verbrauchen rund um die Uhr Strom, auch wenn sie „aus” sind. Der Rechner ermittelt aus der Standby-Leistung je Gerät, der Anzahl der Geräte und dem Strompreis die jährlichen Kosten.

Die Formel

Kosten = Leistung ÷ 1000 × 24 h × 365 × Anzahl × Strompreis

Fünf Geräte mit je 1 Watt Standby kosten bei 0,37 €/kWh rund 1 ÷ 1000 × 24 × 365 × 5 × 0,37 ≈ 16 € pro Jahr.

Warum 1 Watt vorbelegt ist

Seit dem 9. Mai 2025 gilt die EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/826. Sie hat die Verordnungen (EG) 1275/2008 und (EG) 107/2009 abgelöst und begrenzt in Anhang III Nr. 1 die Leistungsaufnahme je Gerät:

ZustandGrenzwert
Aus-Zustand0,50 W (nach zwei Jahren 0,30 W)
Bereitschaft, nur Reaktivierungsfunktion0,50 W
Bereitschaft mit Informations- oder Statusanzeige0,80 W
Vernetzter Bereitschaftsbetrieb2,00 W
HiNA-Geräte wie Router oder Switches8,00 W (nach zwei Jahren 7,00 W)

Vorbelegt ist deshalb 1 Watt als Mischwert zwischen einfacher Bereitschaft und vernetzter Bereitschaft. Trägst du deutlich mehr ein, weist der Rechner darauf hin: Höhere Werte erreichen nur Altgeräte oder Netzwerktechnik, die dabei gar nicht in Bereitschaft ist, sondern arbeitet. Genau wird es erst mit einem Strommessgerät für die Steckdose.

Die Preisvorbelegung ist eine Rechenannahme: 0,37 €/kWh entspricht 37,0 ct/kWh aus der BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026. Ersetze sie durch den Arbeitspreis aus deinem Tarif.

So vermeidest du Standby-Kosten

Schaltbare Steckdosenleisten trennen mehrere Geräte gleichzeitig vollständig vom Netz. Besonders lohnend sind Fernseher, Spielekonsolen, Router und Ladegeräte.

Quellen

  • Verordnung (EU) 2023/826, Anhang III Nr. 1 — Ökodesign-Anforderungen

    Europäische KommissionNormNennt die Grenzwerte wörtlich: Aus-Zustand höchstens 0,50 W, Bereitschaftszustand 0,50 bzw. 0,80 W, vernetzter Bereitschaftsbetrieb 2,00 W — und 8,00 W für HiNA-Geräte wie Router und Netzwerkspeicher. Das sind die beiden Schwellen, gegen die der Rechner prüft. Die Verordnung hebt die frühere (EG) Nr. 1275/2008 ausdrücklich auf; zwei Jahre nach Geltungsbeginn sinken die Werte auf 0,30 W und 7,00 W.Abruf: 29.08.2026

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Standby-Verbrauch im Haushalt?

Das hängt vor allem daran, wie alt deine Geräte sind. Seit dem 9. Mai 2025 begrenzt die EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/826 die Leistungsaufnahme im Standby auf 0,5 W je Gerät, 0,8 W mit Anzeige und 2 W im vernetzten Bereitschaftsbetrieb.

Damit lässt sich die Größenordnung selbst ausrechnen. Zehn Geräte mit je 1 Watt ergeben bei 0,37 €/kWh rund 32 € im Jahr; liegen dieselben zehn Geräte im vernetzten Bereitschaftsbetrieb bei 2 Watt, sind es rund 65 €. Ältere Geräte von vor 2013 unterlagen diesen Grenzwerten noch nicht und können einzeln mehr ziehen als ein ganzer moderner Haushalt zusammen.

Fernseher, Router, Konsolen und Ladegeräte sind die häufigsten Verursacher — der Router allerdings nicht als Standby-Fall, sondern weil er durchläuft. Mit deinen eigenen Werten rechnet der Standby-Rechner.

Welche Geräte besonders oft auffallen, beantwortet die FAQ Welche Geräte verbrauchen im Standby am meisten?. Konkrete Maßnahmen stehen im Ratgeber Standby-Verbrauch vermeiden.

Welche Geräte verbrauchen im Standby am meisten?

Am meisten ziehen im Standby meist Router und Modem, Fernseher mit Set-Top-Box oder Soundbar sowie Spielkonsolen – Geräte, die dauerhaft empfangsbereit bleiben. Typische Richtwerte für den Leerlauf (gerundete Richtwerte, Stand 2026, DACH):

  • Router / Modem: 5–12 W (läuft rund um die Uhr)
  • Fernseher: 0,3–3 W, mit Set-Top-Box oder Soundbar in Summe deutlich mehr
  • Spielkonsole (Ruhemodus): 5–15 W
  • PC / Monitor (Standby): 1–5 W
  • Steckernetzteile / Ladegeräte ohne Verbraucher: 0,1–1 W

Dass die unteren Enden dieser Spannen so niedrig liegen, ist kein Zufall: Die EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/826 begrenzt den Bereitschaftszustand seit dem 9. Mai 2025 auf 0,5 W (0,8 W mit Anzeige) und den vernetzten Bereitschaftsbetrieb auf 2 W. Die höheren Werte oben betreffen Geräte, die gar nicht in Bereitschaft sind, sondern durchlaufen — Router und Konsolen im Ruhemodus — oder Altgeräte von vor 2013.

Ein einzelnes Gerät wirkt harmlos, doch mehrere dauerlaufende Verbraucher summieren sich übers Jahr. Wie viel dich dein persönlicher Standby-Verbrauch kostet, rechnest du mit dem Standby-Rechner aus. Konkrete Spartipps findest du im Ratgeber Standby-Verbrauch vermeiden.

Wie viel Strom spart eine Zeitschaltuhr?

Eine Zeitschaltuhr spart nur dann netto Strom, wenn der vermiedene Geräteverbrauch größer als ihr eigener Verbrauch ist. Miss beides und rechne: (Gerätewatt − Timerwatt) × abgeschaltete Stunden ÷ 1.000. Geräte mit Telefonie, Updates, Aufnahmen oder Sicherheitsfunktionen dürfen nicht blind getrennt werden. Eine feste Euro-Ersparnis ist daher unseriös; dein Szenario zeigt der Standby-Rechner.

Wie finde ich Stromfresser im Haushalt?

Mit einem einfachen Strommessgerät für die Steckdose misst du den Verbrauch einzelner Geräte. Große Verbraucher sind meist Kühlschrank, Trockner und alte Elektrogeräte. Unsere Checkliste zum Stromfresser finden führt dich Schritt für Schritt.