COP und SCOP
COP ist das Verhältnis von Heizleistung zu Stromaufnahme unter genormten Prüfbedingungen; SCOP ist der saisonale Durchschnittswert über eine Heizperiode.
COP (Coefficient of Performance) ist das Verhältnis von abgegebener Heizleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung, ermittelt unter genormten Prüfbedingungen nach DIN EN 14511 (Einordnung Stand 2026). Ein gängiger Prüfpunkt ist A7/W35: Im Labortest trifft eine Außentemperatur von 7 °C auf eine Vorlauftemperatur von 35 °C. Der COP ist damit eine feste Momentaufnahme unter Volllast bei genau dieser Temperaturkombination, kein Wert aus laufendem Betrieb.
SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) fasst mehrere solcher Prüfpunkte bei unterschiedlichen Außentemperaturen zu einem saisonalen Durchschnittswert über eine ganze Heizperiode zusammen. Mit dem COP ist er nicht direkt vergleichbar, weil beide Kennzahlen unterschiedliche Betriebszustände abbilden – ähnlich wie SEER und EER auf der Kühlseite.
Beide Werte stehen auf dem Datenblatt des Geräts und sagen nichts über die tatsächliche Anlage im eigenen Gebäude aus – dafür steht die Jahresarbeitszahl (JAZ), die reale Betriebsgröße der eingebauten Anlage über ein Jahr. Ein Datenblatt-COP gehört deshalb nicht in das Eingabefeld „Jahresarbeitszahl (JAZ)” des Wärmepumpenrechners: Wer die eigene JAZ statt eines Herstellerwerts eintragen will, findet die Vorgehensweise in der Anleitung Jahresarbeitszahl aus Zählerständen ermitteln.
Quellen
DIN EN 14511 (Teile 2 und 3) — Luftkonditionierer, Flüssigkeitskühlsätze und Wärmepumpen mit elektrisch angetriebenen Verdichtern
DIN EN 14825 — Prüfung und Leistungsbemessung unter Teillastbedingungen und Berechnung der jahreszeitbedingten Leistung