Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher: Was verbraucht mehr?

Ob ein Durchlauferhitzer oder ein Warmwasserspeicher mehr Strom verbraucht, hängt vor allem vom Nutzungsprofil ab: Der Durchlauferhitzer erwärmt nur beim Zapfen, der Speicher hält Wasser dauerhaft warm.

Beim elektrischen Durchlauferhitzer entstehen keine Bereitschaftsverluste, weil kein Vorrat auf Temperatur gehalten wird. Dafür zieht das Gerät während der Nutzung sehr hohe Leistung. Für die Stromrechnung zählt am Ende aber nicht die Spitzenlast allein, sondern wie lange wie viel Wasser um welchen Temperaturhub erwärmt wird.

Ein Warmwasserspeicher oder Boiler verteilt die Leistung anders. Er kann mit geringerer Anschlussleistung nachheizen, verliert aber laufend Wärme über den Speicherbehälter. Diese Bereitschaftsverluste fallen auch dann an, wenn längere Zeit niemand warmes Wasser nutzt. Der Rechner setzt für den Speicher deshalb eine niedrigere und variablere Wirkungsgrad-Spanne an als für den direkten elektrischen Durchlauferhitzer.

Bei seltener oder unregelmäßiger Nutzung ist die reine Verbrauchslogik oft günstiger für den Durchlauferhitzer, weil kein Vorrat warmsteht. Bei regelmäßigem, planbarem Bedarf kann ein Speicher die Last glätten; die Verluste bleiben trotzdem Teil der Rechnung. Das ist keine Kaufempfehlung, sondern eine Einordnung der Energieflüsse.

Die eigene Situation rechnest du mit dem Warmwasserrechner nach Wassermenge, Temperaturhub, Erzeugerart und Strompreis durch. Was zur Warmwasserbereitung zählt und wie sie sich von Raumheizung unterscheidet, erklärt der Glossareintrag.